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Auf dem Sprung in den Stadtrat
Elsfleth. Sie ist jung, hübsch und klug – und sie will im nächsten Jahr in den Elsflether Stadtrat: Theresa Wiesensee (18) tritt in die Fußstapfen ihres im vergangenen Jahr verstorbenen Vaters, des weit über die Grenzen Elsfleths hinaus geachteten CDU-Politikers Joachim Wiesensee.
Dass sie für die CDU antritt, steht für Theresa Wiesensee außer Frage. Seit längerem schon engagiert sich die junge Elsfletherin beim CDU-Nachwuchs in der Schüler-Union und in der Jungen Union. „Wer in seiner Jugend kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer es im Alter immer noch ist, hat keinen Verstand” – mit diesem Winston Churchill zugeschriebenen Spruch kann Theresa Wiesensee nichts anfangen: „Ich denke, die Zeiten solcher ideologischen Kämpfe sind bei uns längst vorbei. Es geht darum, die bestmögliche Politik für die Bürger zu machen.” Sich bei der SPD oder gar der Linken zu engagieren, ist Theresa Wiesensee „nie in den Sinn gekommen: Für mich war es selbstverständlich, in die CDU zu gehen”.
Geduldige Zuhörerin
Die junge Frau tritt selbstbewusst und dennoch bescheiden auf. Genau wie ihr Vater. Sie neigt nicht zur Selbstüberschätzung, muss sich nicht in den Vordergrund drängeln, wie manch anderer, sondern ist eine geduldige Zuhörerin. Genau wie ihr Vater, der lange Jahre eine entscheidende Rolle nicht nur in Elsfleth, sondern auch in der Kreis- und Landespolitik gespielt hat.
Aber sie hat ihren eigenen Kopf: „Es wäre toll, das zu erreichen, was mein Vater erreicht hat. Dennoch möchte ich meine eigenen Fußstapfen hinterlassen.”
Erste Gehversuche bei den „Großen” hat sie schon gemacht. Sie ist die mit Abstand Jüngste auf CDU-Mitgliederversammlungen und kann nach eigener Aussage von den Älteren „noch ganz viel lernen”. Aber sie hat auch ihre eigenen Vorstellungen – zum Beispiel von Bürgernähe. „Meine Partei darf nicht nur zu Wahlen bei den Bürgern präsent sein”, fordert Theresa Wiesensee.
Eine ganz normale junge Frau
Deshalb hat sie auf den jüngsten CDU-Mitgliederversammlung vorgeschlagen, die Elsflether Bürger direkt über deren Meinung zu befragen und informieren – per Handzettel in den Geschäften oder übers Internet beispielsweise. Den Internetauftritt ihres Ortsverbandes findet sie übrigens „nicht so gelungen und nicht zeitgemäß”. Folglich will sie die Homepage der Elsflether CDU in naher Zukunft mit Hilfe eines Freundes überarbeiten.
Besonders am Herzen aber liegt ihr die Jugendpolitik. Während es für Seefahrtschüler oder Senioren viele Anlaufmöglichkeiten und Angebote in Elsfleth gebe, hingen die Teenies „so ziemlich in der Luft”. So würde die 18-Jährige gerne Veranstaltungen wie den Krammarkt anziehender für Jugendliche machen, etwa durch attraktive Fahrgeschäfte, oder einen Jugendtreffpunkt einrichten.
Wenn sie gerade mal keine Politik macht – was selten vorkommt –, ist die angehende Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte eine ganz normale junge Frau. Sie liest Harry Potter und die „Biss ...”-Bücher, „chillt mit Freunden”, spielt Tennis im Verein und geht ins Fitnessstudio. Eine Mischung, die frischen Wind in die Elsflether Politik bringen kann. Den Namen Wiesensee empfindet sie dabei nicht als Bürde, sondern eher hilfreich.
Und Theresa Wiesensee hat auch Träume. Einen BMW-Mini würde sie gerne fahren. „Doch dafür reicht mein Geld wohl nicht.” Also spart sie „auf einen praktischen gebrauchten Kleinwagen”, sagt die Jungpolitikern – und lächelt bescheiden.
Text und Bild aus Kreiszeitung Wesermarsch

Kontakt per eMail: info@cdu-elsfleth.de













